Ein Beitrag eines Schülers der der MSS11
Gustav und Betty Sender gehören beide der jüdischen Religion an, sie hatten eine Tochter. Sie wurden am 20. März 1942 nach Polen in das Ghetto Piaski deportiert. Gustav Sender ist am 06. April 1884 im Saarland geboren und hat Betty Wolff (später Sender) geheiratet, welche am 22. Mai 1885 in Nackenheim geboren wurde. Betty war die Schwester von Heinrich Wolff. Betty und Gustav Sender haben nach ihrer Hochzeit in Mainz gewohnt, um genauer zu sein in der Kaiserstraße 53 und hatten eine Tochter, die schon 1936 nach Brasilien geflohen ist. Anscheinend soll sie später in die Vereinigten Staaten ausgewandert sein. Gustav und Betty Sender sind nach ihrer Deportation aus Mainz im Frühjahr 1942 im Ghetto Piaski oder in einem Konzentrations- und Vernichtungslager „verschollen“, wobei sie wahrscheinlich dort ermordet worden sind. Für Betty Sender liegt ein nachträglicher Totenschein vor, jedoch ohne Angabe der Todesursache.

Betty Sender, geb. Wolff Gustav Sender
Die obigen Passbilder von Betty und Gustav Sender stammen aus ihren Kennkarten und sind mit dem Stempel des Mainzer Polizeipräsidiums versehen.
Quellen:
- Archivfunde (Arolsen Archives)
- Privatarchiv H. Kasper (Bodenheim)
- Wolff, Raymond; Graf, Martina; Graf, Hans-Dieter, Berkessel, Hans: „Schreie auf Papier“. Oppenheim 2021.
Literatur:
- Graf, Hans-Dieter; Wolff, Raymond: „Lebt wohl“ : Die Geschichte von Gustav und Betty Sender aus Mainz : zum Gedenken an die Deportation der Mainzer Juden im März und September 1942, in: Mainz : Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft, Geschichte. – 37 (2017), 1, Seite 82-86; 2, Seite 64-68.